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FM-Solutionmaker: Gemeinsam Facility Management neu denken

Der „Planetare Gesundheitscheck“ (Planetary Health Check)

Facility Management: Umweltmanagement » Umweltmanagement » Ausblick » Planetary Health Check

Risiken für die Stabilität und Resilienz der Erdsysteme mit sich, die die Lebensgrundlagen der Menschheit gefährden

Risiken für die Stabilität und Resilienz der Erdsysteme mit sich, die die Lebensgrundlagen der Menschheit gefährden

Der „Planetare Gesundheitscheck“ (Planetary Health Check), entwickelt durch das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und die Initiative „Planetary Boundaries Science“ (PBScience), bietet eine detaillierte Analyse des Zustands der Erde und zeigt auf, wie mehrere der planetaren Grenzen überschritten wurden. Diese Überschreitungen bringen erhebliche Risiken für die Stabilität und Resilienz der Erdsysteme mit sich, die die Lebensgrundlagen der Menschheit gefährden. Im Kontext des Facility Managements (FM) sind diese Erkenntnisse besonders relevant, da der Betrieb, die Planung und die Verwaltung von Gebäuden und Infrastruktur in erheblichem Maße zu diesen Umweltbelastungen beitragen – gleichzeitig aber auch Teil der Lösung sein können

Das Facility Management kann durch gezielte Strategien und Technologien zur Einhaltung und zum Schutz der planetaren Grenzen beitragen. Dies erfordert ein Umdenken hin zu einem integrativen, ganzheitlichen Ansatz, der nicht nur einzelne Nachhaltigkeitsaspekte adressiert, sondern die Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Bereichen erkennt und entsprechend handelt. Ein solches Vorgehen trägt dazu bei, die Resilienz der Erdsysteme zu sichern, die Lebensqualität der Gebäudenutzer zu erhöhen und gleichzeitig die betrieblichen Abläufe effizienter und nachhaltiger zu gestalten.

Detaillierte Auswirkungen auf das Facility Management

Klimawandel und Emissionsmanagement

Globale Fürsorge und Verantwortung

Innovative Lösungen im Gesundheitsmanagement, mit Fokus auf Verlässlichkeit und proaktiven Service.

Die Facility-Management-Branche ist zentral bei der Implementierung energieeffizienter Gebäude- und Betriebspraktiken. Die Überschreitung der planetaren Grenze des Klimawandels – insbesondere durch steigende Treibhausgasemissionen – erfordert ein Umdenken in Bezug auf Energiequellen und -verbrauch. FM-Experten können beispielsweise erneuerbare Energien, wie Solar- oder Windenergie, in den Gebäudebetrieb integrieren, Gebäudeleitsysteme für einen optimierten Energieeinsatz nutzen und durch smarte IoT-Sensoren den Betrieb dynamisch anpassen. Darüber hinaus erfordert dies die Einführung eines Energiemanagements, das sich an Standards wie ISO 50001 orientiert, um einen nachhaltigen Energieverbrauch zu fördern und CO₂-Bilanzen zu reduzieren.

Kreislaufwirtschaft und Ressourcenoptimierung

Ein weiterer zentraler Bereich, in dem FM Einfluss auf die planetaren Grenzen hat, ist die Ressourcennutzung. Das Prinzip der Kreislaufwirtschaft im FM beinhaltet die Optimierung von Materialflüssen, um Abfall zu minimieren und Ressourcen effizienter zu nutzen. Dies umfasst Maßnahmen wie die Wiederverwendung von Materialien, das Upcycling von Baustoffen sowie nachhaltige Beschaffungspolitiken. Zudem ist ein effizientes Abfallmanagement unerlässlich, das nicht nur die Abfallmenge verringert, sondern auch sicherstellt, dass Abfallstoffe korrekt getrennt, recycelt und entsorgt werden, um negative Auswirkungen auf die Umwelt und die Biodiversität zu reduzieren.

Wassermanagement und Reduzierung des Wasserverbrauchs

Die Süßwasserressourcen der Erde sind eine weitere kritische planetare Grenze, die durch menschliche Aktivitäten beeinträchtigt wird. Eine sorgfältige Überwachung des Wasserverbrauchs und die kontinuierliche Optimierung der Wassernutzungspraktiken tragen dazu bei, die Auswirkungen auf diese planetare Grenze zu minimieren. FM kann durch die Implementierung effizienter Wassermanagementsysteme zur Reduzierung des Wasserverbrauchs beitragen.

Dies kann erreicht werden durch:

  • Wassereffiziente Installationen wie Niedrigverbrauchsarmaturen und Toiletten,

  • Regenwassernutzungssysteme für die Bewässerung und nicht-trinkwasserrelevante Anwendungen,

  • Grauwassernutzungssysteme, die das Recycling von Wasser innerhalb des Gebäudes ermöglichen.

Biodiversität und Gebäudedesign

Die Veränderung der Biosphärenintegrität ist eine weitere planetare Grenze, die durch FM-Aktivitäten beeinflusst wird. Ein biodiversitätsfreundliches Gebäudedesign und Landschaftsplanung können die Auswirkungen auf Ökosysteme verringern.

Dies beinhaltet:

  • Die Integration von Grünflächen und Dächern, die Lebensraum für lokale Arten bieten,

  • Die Förderung von urbaner Biodiversität durch die Verwendung einheimischer Pflanzenarten,

  • Die Implementierung von „grünen Korridoren“, die die Verbindung zwischen Lebensräumen verbessern.

Luftqualität und Raumklima

Die Verbesserung der Luftqualität in Gebäuden ist entscheidend für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Nutzer. Im Einklang mit der planetaren Grenze „Atmosphärische Aerosollast“ kann das FM durch die Überwachung und Steuerung der Raumluftqualität (z.B. durch Lüftungsanlagen mit Filtersystemen) die Belastung durch Schadstoffe verringern. Zudem trägt eine gut regulierte Luftfeuchtigkeit und Temperatur zur Reduzierung der Gesundheitsrisiken bei, die mit schlechter Luftqualität in Innenräumen einhergehen.

Digitalisierung und intelligente Gebäudesysteme

Die Digitalisierung und der Einsatz intelligenter Gebäudetechnologien sind Schlüsselelemente für nachhaltiges FM. Digitale Tools wie Building Information Modeling (BIM) ermöglichen eine detaillierte Planung und Steuerung von Gebäuden, was zur Effizienzsteigerung und Nachhaltigkeit beiträgt. Ebenso tragen smarte Sensoren und Gebäudeleitsysteme zur Überwachung und Optimierung von Energieverbrauch, Wasserbedarf und weiteren Ressourcen bei. Hierdurch wird nicht nur der Betrieb effizienter, sondern es lassen sich auch konkrete Beiträge zur Einhaltung planetarer Grenzen leisten.

Zusammenarbeit und Nachhaltigkeitsstandards

Da die planetaren Grenzen sowohl auf globaler als auch lokaler Ebene beeinflusst werden, ist die Zusammenarbeit von FM-Unternehmen, Gebäudebesitzern und anderen Akteuren entscheidend. Nachhaltigkeitsstandards wie LEED oder BREEAM bieten Leitlinien für nachhaltiges Bauen und Gebäudemanagement, die dazu beitragen können, die planetaren Grenzen zu berücksichtigen und Lösungen zu fördern, die langfristige Nachhaltigkeit gewährleisten.